Abluft oder Umluft: Was passt in Ihre Küche? Diese Frage stellt sich bei jeder Küchenplanung, sobald es an die Dunstabzugshaube geht. Dieser Blogbeitrag erklärt Ihnen, wie sich die beiden Betriebsarten unterscheiden, welche baulichen Vorgaben dahinterstecken und welche Kosten dauerhaft anfallen. Wir von Küchen Petsch planen in Weißwasser seit mehr als 30 Jahren Küchen und kennen die Stolpersteine, die sich oft erst beim Einbau zeigen.

Der Unterschied liegt im Weg der Luft

Beide Betriebsarten saugen die Kochdünste an und trennen in einem Metallfettfilter zuerst die Fettpartikel ab. Danach trennen sich die Wege der angesaugten Luft grundlegend. Eine Ablufthaube schiebt die belastete Luft durch ein Rohr nach draußen, meist durch einen Mauerkasten in der Außenwand. Fett, Gerüche und Wasserdampf verlassen damit das Haus vollständig. Eine Umlufthaube schickt die Luft stattdessen durch einen Aktivkohlefilter, der die Geruchsmoleküle bindet, und leitet sie zurück in den Raum. Der Wasserdampf bleibt dabei in der Küche. Wichtig dabei: Abluft und Umluft beschreiben die Betriebsart, nicht die Bauform. Eine Inselhaube, eine Flachschirmhaube und ein Kochfeldabzug sind jeweils in beiden Betriebsarten erhältlich. Die Frage nach dem Aussehen entscheiden Sie also getrennt von der Frage nach dem Luftweg.

Was der Abluftbetrieb baulich verlangt

Ein Abluftrohr braucht einen Weg nach außen, und dieser Weg entscheidet häufig schon allein. Kurze, möglichst geradlinige Rohrstrecken halten die Leistung hoch, jeder zusätzliche Bogen kostet Luftmenge. Ein Rohrdurchmesser von 150 Millimetern gilt als Richtwert, engere Kanäle drosseln die Luftmenge spürbar und machen das Gerät lauter. Eine Rückstauklappe im Mauerkasten hält kalte Zugluft und Insekten fern. Mietwohnungen und Mehrfamilienhäuser scheiden oft aus, weil ein Wanddurchbruch die Fassade betrifft und der Eigentümer zustimmen muss. Ein Kochfeldabzug führt die Luft nach unten weg und benötigt zusätzlich Platz im Sockel oder in der Bodenplatte. Klären Sie das vor der Planung, nicht danach.

Kaminofen und Gastherme ändern die Rechnung

Eine Ablufthaube entnimmt dem Raum Luft und erzeugt dabei Unterdruck. Eine raumluftabhängige Feuerstätte im selben Raumverbund macht daraus ein Sicherheitsthema, also ein Kaminofen, ein Kachelofen oder eine ältere Gastherme. Der Unterdruck kann Abgase zurück in den Wohnraum ziehen. Ihr Schornsteinfeger prüft diesen Fall und verlangt dann einen Fensterkontaktschalter oder einen Unterdruckwächter. Die Umluft kennt dieses Problem nicht, weil sie dem Raum keine Luft entzieht. Klären Sie diesen Punkt vor der Bestellung, denn eine nachträgliche Umplanung der Haube kostet Zeit und Geld.

Filter, Pflege und laufende Kosten

Sie reinigen den Metallfettfilter bei beiden Varianten regelmäßig in der Spülmaschine. Der Aktivkohlefilter kommt allein im Umluftbetrieb hinzu. Einfache Ausführungen tauschen Sie etwa halbjährlich, regenerierbare Langzeitfilter halten je nach Hersteller bis zu drei Jahre und kommen zwischendurch für einige Stunden in den Backofen. Viele Geräte melden den fälligen Wechsel selbst über eine Anzeige, sodass Sie den Termin nicht im Kopf behalten müssen. Diese Kosten fallen dauerhaft an, dafür entfallen Wanddurchbruch und Verrohrung bei der Anschaffung. Der Abluftbetrieb kostet einmalig mehr und läuft danach ohne Filterwechsel.

Wärme, Geräusch und Feuchtigkeit

Der größte Unterschied im Verbrauch zeigt sich im Winter. Eine Ablufthaube befördert geheizte Raumluft nach draußen, und durch Fenster oder Zuluftöffnung strömt kalte Luft nach. Die Umluft hält die Wärme dagegen im Raum. Die Abluft liegt beim Geräusch leicht vorn, weil der Aktivkohlefilter den Luftstrom bremst und deshalb häufig eine höhere Stufe nötig wird. Gut gedämmte Geräte gleichen das weitgehend aus. Eine Nachlaufautomatik hilft in beiden Betriebsarten, weil das Gebläse nach dem Kochen noch einige Minuten auf niedriger Stufe weiterläuft und die Restdünste aufnimmt. Die Abluft punktet dagegen bei der Feuchtigkeit: Sie transportiert den Wasserdampf hinaus, während Sie bei Umluft nach dem Kochen zusätzlich lüften sollten.

Geräte, die beides können

Mehrere Hersteller vereinen beide Betriebsarten in einem Gerät und lassen sich per Sommer- und Winterstellung umschalten. Sie nutzen im Sommer die Abluft und behalten im Winter die Heizwärme im Haus. Die Marken berbel, Bora, Novy und Falmec führen solche Varianten im Programm. Manche Hauben lassen sich zudem später mit einem Umluftsatz nachrüsten. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede in unserer Ausstellung direkt am laufenden Gerät, damit Sie den Geräuschpegel selbst hören.

Abluft oder Umluft: unsere Empfehlung

Abluft oder Umluft entscheidet sich an Ihrem Grundriss und nicht am Prospekt. Die Abluft gewinnt, wenn eine Außenwand erreichbar ist und Feuchtigkeit restlos verschwinden soll. Die Umluft gewinnt in der Mietwohnung, im dichten Neubau und überall dort, wo kein Durchbruch möglich ist. Wir von Küchen Petsch rechnen Ihnen beide Varianten ehrlich vor, ohne Mondpreise und ohne Scheinrabatte. Wir beraten Sie dabei so, wie es Ihnen passt: im Küchenstudio in Weißwasser, per Videokonferenz oder bei Ihnen zu Hause an der künftigen Küchenzeile. Abluft oder Umluft: Was passt in Ihre Küche? Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin in Weißwasser, wir klären die Frage gemeinsam an Ihrem Grundriss.

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